Vogel des Jahres 2020

Der Neuntöter ist die einzige Würgerart, die ihren Bestand bei uns halbwegs halten konnte. Allerdings ist der Bewohner niedriger Dornhecken und der extensiv genutzten Kulturlandschaft im Mittelland heute viel seltener als früher. Er spiesst Beutetiere oft an Dornen oder spitzen Seitenästen auf, um sie zu bearbeiten und zu zerteilen oder als Vorrat zu halten. Seinen Namen soll der Neuntöter dieser Eigenart verdanken: Man hat früher irrtümlicherweise angenommen, dass er immer erst neun Tiere aufspiesst, bevor er wieder eines verzehrt.

Weitere Informationen:  https://www.vogelwarte.ch/de/voegel/voegel-der-schweiz/neuntoeter

 

Mittwoch, 22. März 2017

Vögel erhalten saubere Nistkästen

Der Ornithologische Verein Erlach und Umgebung hat am Samstag viele Nistkästen gereinigt. Denn die Brutzeit der Vögel steht bevor.

Ornithologen sind nicht nur Vogelzüchter, sie widmen ihre Freizeit häufig auch der Hege und Pflege der Natur und deren Weiterbestehen. Der Ornithologische Verein Erlach und Umgebung (OVE) etwa reinigt in seinem Vogelschutzgebiet Jolimont,Foferen, Vinelzwald, Lüscherzwald und Niederholz jeweils knapp 600 Nistkästen. Für jedes dieser Gebiete werden Verantwortliche zur Reinigung der Nistkästen eingesetzt.

 

Kiwanis-Club half mit

Unter der Mitwirkung von Mitgliedern des Kiwanis-Clubs Biel-Seeland fand am letzten Samstag das diesjährige Putzen der Nistkästen statt. Mit der «Aktion Vogelschutz» erfüllte der Kiwanis-Club diesmal seinen jährlich wiederkehrenden sozialen Einsatz. Jetzt, kurz vor der Brut, ist es Zeit, die Kästen abzuhängen und zu reinigen.

Darin befinden sich nämlich oft Wespen, Hummeln oder Haselmäuse und Siebenschläfer. Sie alle bevorzugen im Winter die geschützten Unterkünfte der Vögel. Ab und zu befinden sich auch Totbruten oder Eier in den Nistkästen. Da die meisten Vogelarten für ihre neue Brut ein sauberes «Vogelhüsli» bevorzugen, übernehmen Ornithologen die entsprechende Arbeit.

Gegen Attacken gerüstet

Über die Reinigung hinaus wurden die Vogelhäuschen repariert und für die neue Brut vorbereitet. Die Nistkästen wurden so präpariert, dass der Marder mit seinem schlanken Pfötchen die Brut nicht durch das Schlupfloch ausrauben kann. Und rings um das Loch wurden feine Schutzbleche montiert, damit der Specht das Loch nicht vergrössern kann.

Zur Belohnung «Spatz»

Als Belohnung für die geleistete Fronarbeit genossen die Helferinnen und Helfer im Wald schliesslich Suppe und «Spatz», und dies natürlich zusammen mit einem feinen Glas Wein aus der Gegend.

Einen dramatischen Rückgang einer bestimmten Vogelart will Rudolf Schwarz, Vogelschutzobmann aus Vinelz, nicht beobachtet haben, erklärte er gegenüber dem «Bieler Tagblatt». «Es kommt auf die Witterungsbedingungen an», sagte er, die Zahl der Vogelbestände sei vorderhand stabil. Lotti Studer

 

 

 

Vogelschutz

Der Schutz der frei fliegenden Vögel, die in der heutigen Zeit immer mehr unter Platznot leiden. Eine Platznot, die nicht unbedingt räumlich zu sehen ist, sondern viel mehr aus der Sicht des lebensmöglichen  Standortes. Es ist sinnlos, für eine Vogelart Nistkasten aufzuhängen, wenn das Umfeld, wie Futterangebot, Standort, etc. nicht vorhanden ist.

Also ist es wichtig, neben dem Aufhängen, Reinigen, Kontrollieren und Erneuern von Nistkasten auch zu prüfen, ob eine lebensmögliche Umgebung gegeben ist. 

Durch den OV Erlach und Umgebung werden folgende Gebiete mit insgesamt ca. 800 Nistkasten betreut:

Jolimont-Süd / Fofern-Ost
Sabine Ambs, Walperswil, Edith Röthlisberger und Marc Teuscher Brüttelen

Jolimont-Ost
Freitag Thomas und Helfer

Jolimont-Nordwest und Niederholz
Gnägi Lotti und Ueli, Gals

Seedwald
vakant

Vinelzwald
Steiner Manfred, Helfer Marco Vinelz, und Helfer

Lüscherzwald
Steiner Manfred, Helfer Marco Vinelz, und Helfer

 

Anfangs Frühjahr werden die Nistkasten vom Standort abgehängt, gereinigt, ev. repariert oder ersetzt.

Im Mai-Juni wird dann die sog. Nistkastenkontrolle vorgenommen. Bei dieser Kontrolle werden die Eier oder die
Jungvögel nach Arten gezählt und in einer Statistik festgehalten.

Möchten Sie mithelfen? Bitte melden Sie sich bei einer der

aufgeführten Personen oder beim Vogelschutzobmann, 

Jürg Schneider, 2333 Tschugg, Tel 032 338 27 83